Bartholomäuskirche
Bartholomäuskirche
benannt nach dem Apostel, der 51 n. Chr. in Armenien als Märtyrer starb und als Schutzpatron der Bauern, Bergleute und vieler lederverarbeitender Handwerksberufe gilt. Das passte gut zu den Einwohnern des alten Amtsdorfes Giebichenstein.
Um 1200 wurde auf dem Berg eine romanische Kirche gebaut. Der Oberamtmann Ochs von Ochsenstein ließ sie 1740 bis auf den Turm abreißen. Das baufällige Kirchenschiff wurde durch eine barocke Kirche ersetzt.
Kanzel mit den Evangelistenfiguren, Logen und der einmalige Orgelprospekt stammen aus jener Zeit. Auf dem stillgelegten Friedhof findet man das Ehrengrab von Johann Friedrich Reichardt, dem preußischen Komponisten und “Quartiermacher der Romantik”. Einer der bedeutendsten Pfarrer war George Taust, der 1683 seine Tochter Dorothea in dieser Kirche mit Georg Händel vermählte.